Wochenendkurs mit Lama Sherab

Das Ngöndro

Wochenendkurs mit Lama Sherab

Fr. 06.11.26 - So. 08.11.26

Fr: 19:30 Einführung ins Ngöndro:
Sa: 10:00-13:00 / 15:00–18:00 Ngöndro: 4 Grundgedanken
So: 10:00–13:00 Mandala-Opferungen

Teilnahmebeitrag:
Fr: 15€ / 10€
Sa: 50€ / 30€
So: 30€ / 20€


Was ist eigentlich das Ngöndro?

Ngöndro (ausgesprochen: Nön-dro) bedeutet übersetzt „etwas, das vorausgeht“. Es bezeichnet die grundlegenden Vorbereitungsübungen im tibetischen Buddhismus, die Geist und Körper auf tiefere Meditationen vorbereiten – vergleichbar mit dem Aufwärmen oder Dehnen vor dem eigentlichen Sport.

Warum macht man das Ngöndro?

  • Um den Geist zu reinigen: Die Übungen helfen dabei, alten Ballast, negative Gewohnheiten und stressige Gedanken loszuwerden.
  • Um positive Energie aufzubauen: Man sammelt innere Kraft, Ruhe und Klarheit für den Alltag und den spirituellen Weg.
  • Um die eigene innere Basis zu stärken: Ohne ein stabiles Fundament kann man kein stabiles Haus bauen. Das Ngöndro ist dieses Fundament.

Aus welchen Teilen besteht es?

Das Ngöndro ist in zwei große Abschnitte unterteilt:

1. Die vier Grundgedanken (Nachdenken)

Man denkt tief über vier Wahrheiten nach, um die Motivation zu stärken:

  • Wie wertvoll das menschliche Leben, insbesondere als Buddhist*in ist
  • Dass alles auf der Welt vergänglich ist.
  • Dass jede Handlung Konsequenzen hat (Ursache + Wirkung = Karma).
  • Dass das Leben ohne Erleuchtung (Samsara) immer wieder unzufrieden macht.

2. Die vier besonderen Praktiken (Handeln)

Diese Übungen werden traditionell 111.111 Mal wiederholt, um eine tiefgründige Wirkung zu erzielen:

  • Niederwerfungen & Zuflucht: Man verbeugt sich flach auf dem Boden. Das baut Stolz ab und zeigt Vertrauen in die buddhistischen Werte.
  • Vajrasattva-Meditation: Eine gedankliche Reinigungsübung mit einem Mantra (einer Klangfolge), um das Herz von Fehlern der Vergangenheit zu befreien.
  • Mandala-Opferungen: Man stellt sich vor, dem gesamten Universum das Schönste zu schenken. Das trainiert Großzügigkeit und baut Geiz ab.
  • Guru-Yoga: Eine Meditation, bei der man sich mit dem Geist eines erleuchteten Lehrers verbindet, um seine positiven Eigenschaften wie Mitgefühl und Weisheit zu übernehmen.

Lama Sherab Palmo nahm von 1991 an an 2 traditionellen Drei-Jahres-Retreats in Frankreich unter der Leitung des tibetischen Meditationsmeisters Gendün Rinpoche teil. Anschließend lebte sie ca. 7 Jahre im buddhistischen Frauenkloster in Laussedat. Sie ist seit 1988 ordiniert als buddhistische Nonne. 1998 begann sie ihre Lehrtätigkeit in verschiedenen Dharmazentren in Deutschland, der Schweiz und Italien. Seit 2005 lebt sie im Dharmazentrum Möhra (Thüringen), das sie mit aufgebaut hat.

Lama Sherab wurde von Jigme Rinpoche auf Vorschlag der Freiburger Sangha in den Beirat des Buddhistischen Zentrums Freiburg berufen und ist Ansprechpartnerin für spirituelle Fragen des Zentrumslebens.


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