17. Gyalwa Karmapa Trinle Thaye Dorje

Karmapa Trinle Thaye Dorje ist das derzeitige Oberhaupt der Karma Kagyü Linie, die 17. Wiedergeburt des Karmapas in ununterbrochener Folge. Der gemeinsame Vertreter aller Kagyü Linien trägt den Titel Gyalwa Karmapa, der „Siegreiche Meister erwachter Aktivität“. Er war der erste Lehrer, der seine nächste menschliche Wiedergeburt klar mit Ort und Zeit vorhersagte.

Karmapa war im Sommer 2008 im Buddhistischen-Zentrum-Freiburg. Er segnete das Haus und gab ihm den Namen „Karma Tsöndrü Ling“ – „Der Ort freudiger Ausdauer“.

Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Homepage von Karmapa.

Lama Gendün Rinpotsche

Lama Gendün RinpotscheGendün Rinpotsche war ein großer Meditationsmeister der Karma Kagyü Tradition. Nachdem er über 30 Jahre in Tibet und Indien in Zurückziehung lebte, beauftragte ihn der 16. Gyalwa Karmapa in Europa zu lehren. Gendün Rinpotsche rief in der Auvergne in Frankreich das Dhagpo Kagyü Mandala, eine internationale Gemeinschaft von Dharmapraktizierenden ins Leben. Gendün Rinpotsche verstarb am 31. Oktober 1997.
Unsere westlichen Lehrer wurden in den traditionellen 3-Jahres-Retreats von Gendün Rinpotsche ausgebildet.

14. Shamarpa, Künzig Shamar Rinpotsche

Künzig Shamar RinpotscheKünzig Shamar Rinpotsche ist nach Gyalwa Karmapa der höchste Lehrer in der Karma Kagyü Linie. Die Inkarnationslinie der Shamarpas geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Der jetzige, vierzehnte Shamarpa wurde 1952 in Tibet geboren. Seine Ausbildung erhielt er vom 16. Gyalwa Karmapa, der sämtliche in der Kagyü-Tradition überlieferten Lehren an ihn weitergab. Shamarpa ist Gründer der internationalen buddhistischen Organisation „Bodhi Path„. Nur ca. 80km nördlich von Freiburg gibt es das Bodhi Path Zentrum Renchen-Ulm bei Baden-Baden.

Am Morgen des 11. Juni 2014 verstarb Shamar Rinpoche im Alter von 61 Jahren im Bodhi Path-Zentrum Renchen. Nach seinem Tod wurde er einige Tage in Renchen aufgebahrt, wo tausende westlicher Buddhisten von ihm Abschied nahmen.

Jigme Rinpoche

Jigme Rinpoche wurde in Ost-Tibet als Bruder des 14. Sharmar Rinpoche und Neffe des 16. Karmapa, geboren. Er wurde vom 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje erzogen und ausgebildet, erhielt alle bedeutenden Übertragungen von Karmapa, Kalu Rinpoche, Dilgo Kyentse Rinpoche und Gendün Rinpoche, dem er besonders nahe war.  Von 1961 bis 1970 war Jigme Rinpoche Karmapas Assistent für die Belange der Karma-Kagyü-Linie und wurde 1974, während seines ersten Besuchs in Europa, vom 16. Karmapa als Leiter von Dhagpo Kagyu Ling, seinem europäischen Hauptsitz in der Dordogne/Frankreich eingesetzt. Karmapa sagte: “In der Person von Jigme Rinpoche gebe ich euch mein Herz“.

2012 erklärte der 17. Karmapa Thaye Dorje ihn zu seinem Generalsekretär, er vertritt Karmapa in Europa – auch im Beirat unseres Freiburger Zentrums. Jigme Rinpoche bedeutet eine große Inspiration für alle, die mit ihm in Kontakt kommen.

Trinlay Rinpoche

 

Trinlay Rinpoche wurde 1975 in der Schweiz geboren, die Mutter amerikanisch, der Vater französisch. Im Alter von 13 Monaten wurde er vom 16. Gyalwa Karmapa Rangjung Rigpe Dorje und Kalu Rinpoche als Wiedergeburt eines wichtigen buddhistischen Lehrers aus Tibet erkannt und in Indien traditionell als Tulku ausgebildet. Dabei erhielt er Einweihungen und Belehrungen vieler hoch qualifizierter Lehrer und absolvierte das Studium buddhistischer Philosophie am Karmapa International Institute.
Trinlay Rinpoche erhielt gleichermaßen eine fundierte westliche Ausbildung: er studierte u.a. an der Sorbonne in Paris und in London.
Er spricht fließend Englisch, Französisch und Tibetisch und lehrt in buddhistischen Zentren und Universtitäten weltweit.

Lama Tilmann Lhündrup

Lama Sönam LhündrupLama Tilmann Lhündrup Borghardt wurde 1959 in Deutschland an der Nordsee als zweites von vier Kindern (alles Jungen) geboren. Im Februar 1981, als er noch Zen praktizierte, begegnete er zum ersten Mal Lama Gendün Rinpoche. Seitdem ist er von der Lehre des Bodhicitta inspiriert. Zwei Monate später nahm er bei Shamar Rinpoche Zuflucht, der ihn ermunterte, sich auf eine Schulung in der Tradition des Vipassana (Theravada) einzulassen, um so eine gute Grundlage in Geistesruhe aufzubauen.
Nachdem Lama Tilmann 1986 sein Medizinstudium abgeschlossen hatte, das von einer Ausbildung in Homöopathie begleitet wurde, begann er mit seiner Frau Irene eine dreieinhalbjährige Zurückziehung in Dhagpo Kagyü Ling in Frankreich (Dordogne). Sie wurden von Lama Gendün Rinpoche angeleitet, unterstützt von dessen Schülern Lama Henrik und Lama Walli. Sie erhielten damals die Übertragung der traditionellen Praktiken der Karma Kagyü Linie, insbesondere des Mahamudra. Nach der Beendigung dieser Zurückziehung nahmen seine Frau und er die Nonnen- bzw. Mönchsgelübde und gingen 1991 in ein traditionelles Drei-Jahres-Retreat in Laussedat bzw. in Le Bost (Auvergne). Danach übertrug ihm Lama Gendün Rinpoche die Aufgaben eines „Drupön“, das heißt sich um die Betreuung der Schüler in den verschiedenen Zyklen des Drei-Jahres-Retreats zu kümmern. Als enger Schüler von Lama Gendün Rinpoche war Lama Lhündrup nunmehr über 17 Jahre, bis Ende 2011, einer der verantwortlichen Lehrer für diese traditionellen Gruppenretreats in Le Bost. Kündröl Ling

Lama Tilmann widmet sich zahlreichen Aufgaben: Er leitet Menschen auf Ihrem spirituellen Weg an, hilft bei Fragen zur Dharmapraxis oder zur Umsetzung der buddhistischen Lehre des Erwachens im Alltag. Er beteiligt sich an Austauschen mit Psychotherapeuten, die eine buddhistische Unterstützung für ihre Arbeit wünschen und ist als Lehrer am Institut für Essentielle Psychotherapie in der dreijährigen Ausbildung aktiv. 

Außerdem kümmert er sich seit vielen Jahren um die „Buddhistische Begegnungsstätte“ in Croizet, Frankreich, wo er zwei- bis dreimal im Jahr allgemeine Retreat-Kurse leitet, die jedem offen stehen. Besonders der jährliche Sommerkurs in den ersten zwei Augustwochen ist eine kostbare Gelegenheit, in einer durch Vertrauen und respektvollen Umgang geprägten Atmosphäre mit der inneren Kraftquelle in Kontakt zu kommen. Dabei wird den Teilnehmern bewusst die Möglichkeit für einen großen Spielraum in der tageszeitlichen Gestaltung eingeräumt.
Das Buddhistische Zentrum in Freiburg mit der Dharmagruppe wird seit vielen Jahren in vielfältiger Weise sehr tatkräftig von ihm unterstützt. Ein wichtiges Anliegen ist ihm dabei, die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen buddhistischen Schulen zu betonen, sowie die Lehren des Buddha zeitgemäß und hilfreich zu vermitteln.

Auf seiner Homepage www.awakeningtosanity.net sind zahlreiche seiner Unterweisungen als Text und auch als Audio auf Englisch, Deutsch und Französisch zu finden.

Lama Sherab Palmo

Lama Sherab Palmo Lama Sherab Palmo arbeitete einige Jahre als Lehrerin und studierte danach Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Religionswissenschaften in Tübingen und Berlin. Von 1991 an nahm sie an 2 traditionellen Drei-Jahres-Retreats in Frankreich unter der Leitung des tibetischen Meditationsmeisters Gendün Rinpoche teil. Anschließend lebte sie ca. 7 Jahre im buddhistischen Frauenkloster in Laussedat. Sie ist seit 1988 ordiniert als buddhistische Nonne. 1998 begann sie ihre Lehrtätigkeit in verschiedenen Dharmazentren in Deutschland, der Schweiz und Italien. Seit 2005 lebt sie im Dharmazentrum Möhra (Thüringen), das sie mit aufgebaut hat.

Lama Rabjam

Lama RabjamDharmalehrer Lama Rabjam (*1955) kam etwa 1983, durch Beschäftigung mit buddhistischen Schriften, mit dem Dharma in Berührung. 1985 nahm ihn ein enger Freund mit zu einem buddhistischen Vortrag. Dabei entstand in ihm ein so tiefes Vertrauen in den buddhistischen Weg, dass er auf dieser Veranstaltung die Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha genommen hat und ab sofort die Zufluchtsmeditation in Form der Ngöndro-Praxis praktiziert hat. Von da ab besuchte er regelmässig buddhistische Kurse.
1986 begegnete er Lama Gendün Rinpoche bei einem Kurs in Bordo (buddhistisches Dorf im alpinen Nord-Italien) und dieser wurde sein Wurzellama. Lama Rabjam suchte neben seiner Berufstätigkeit nach allen Möglichkeiten, Belehrungen von Rinpoche zu erhalten, gleich ob dieser in Deutschland oder Frankreich weilte, um unter seiner Anleitung zu Hause praktizieren zu können.
1991 gab er seinen Beruf auf und ging in das erste traditionelle Drei-Jahres-Retreat unter der Leitung vom Lama Gendün Rinpoche in Le Bost (Frankreich), anschließend (1994) in das zweite traditionelle Drei-Jahres-Retreat, ebenfalls unter der Leitung vom Lama Gendün Rinpoche. 1998 begann Lama Rabjam ein Langzeit-Retreat in „Mahamudra Ling“ in Le Bost, welches er nach sechs Jahren des Rückzugs verließ. Lama Rabjam ist ordinierter Mönch und lebt in der Klostergemeinschaft Dhagpo-Kündröl-Ling in Le Bost (Frankreich). Sein jetziges Aufgabengebiet dort umfasst u.a.die Betreuung von Laienretreatlern in der Ermitage, sowie das Füllen und Segnen buddhistischer Statuen, Stupas etc.
Lama Rabjam lehrt außerdem in verschiedenen deutschsprachigen Zentren und ist auch am Aufbau von buddhistischen Gruppen in Brasilien beteiligt.
Für die Dharmagruppe Freiburg e.V. ist er, neben Lama Lhündrup, leitender Dharmalehrer. Glücklicherweise hat sich Lama Rabjam bereit erklärt, ab dem Jahr 2009 für insgesamt ca. zwei Monate im Jahr, im Buddhistischen Zentrum Freiburg zu leben, uns regelmäßig Unterweisungen zu geben und mit uns gemeinsam zu praktizieren. Auf Wunsch ist er gerne bereit, Praktizierende auch durch Einzelgespräche zu unterstützen.

Lama Öser

Lama ÖserLama Öser (*1950) begann sich Im Alter von 28 Jahren für Meditation zu interessieren und übte diese auch, zunächst mit Hilfe eines Buches. 1979 traf Öser den großen Zen Meister Taisen Deshimaru Roshi, der dann bis zu dessen Tod 1982 sein Lehrer war. Nach einigen Jahren der Suche begegnete Lama Öser Gendün Rinpoche und wandte sich daraufhin dem tibetischen Buddhismus zu. Nach kurzer Zeit schon beschloss er, unter der Leitung seines neuen Lehrers Gendün Rinpoche, ein traditionelles Drei-Jahres-Retreat zu machen. Nach diesem und einem daran anschließenden dreimonatigem Zen-Retreat in Japan entschloss sich Lama Öser, in das neu gebaute Kloster Dhagpo Kundreul Ling in der Auvergne (Frankreich) einzuziehen, um so ganz nah bei Gendün Rinpoche zu leben. Nach dessen Tod 1997 blieb Öser für drei weitere Jahre im Kloster, dann traf er den Entschluss, zurück nach Deutschland zu ziehen. Bald darauf traf er seine jetzige Freundin und entschied sich, als Laie den Dharma zu leben und weiter zu geben. Lama Öser ist ein sehr aktiver Übersetzer von Dharmatexten und Büchern, von denen die meisten im Joy-Verlag erschienen sind.
Wir, die Dharmagruppe Freiburg, schätzen an Lama Öser seine direkte, ehrliche und teilweise schonungslose Weise, den Dharma zu vermitteln und weiter zu geben. Seine langjährige Zenschulung ist in seine Art des Unterrichtens eingeflossen, z.B. haben wir bei einem Shine-Lhaktong-Kurs mit ihm Zen-Gehmeditation geübt. Seine Unterweisungen bereichert er häufig mit Anekdoten und Zitaten aus seinem reichen Wissen buddhistischer Texte und Geschichten. Da Lama Öser Laie ist und in einer Beziehung lebt, kann er sich sehr gut in unsere jeweiligen Lebenssituationen einfühlen und erfährt auch selbst die Schwierigkeiten und Chancen, den Dharma im Alltag zu leben.

Bodhisatva-Training
Mahakaruna

Lama Drime

Lama Drimebegegnete Gendün Rinpoche 1981, nahm im selben Jahr bei Shamar Rinpoche die Zufluchtsgelübde und wurde dann von 1991 bis 1997 in zwei Dreijahresklausuren unter der Anleitung von Gendün Rinpoche zum Lama ausgebildet. Er gehört dem Team des Zentrums Kündröl Püntsok Ling in Jägerndorf an. Seit 1997 lehrt er europaweit in Form von Kurzseminaren, Workshops, Vorträgen und Intensivklausuren, Vernetzung buddhistischen Gedankengutes mit westlicher Erkenntnistheorie und begleitet  Übende des buddhistischen Weges. Außerdem arbeitet er mit Psychotherapeuten zusammen und betreut Strafgefangene.

Im März 2010 erschien das Buch Beziehungsglück von der Therapeutin Dr.E.Reisch und  Lama Drime (Klett-Cotta)  . Darin werden Methoden vorgestellt, die therapeutische und Dharmaansätze kombinieren.

Homepage von Lama Drime: http://www.drime.de/