„Die 5 Grundpfeiler der Praxis“ – Dreiteilige Vortragsreihe mit Lama Öser

2. Teil

Lama Öser

Mi 30.05.18 19:30


Teilnahmebeitrag:
7 €, Mitglieder 5 €


Vortragsabend vor dem zweiten Workshop der Dharmaklasse 2017 / 18

Der Vortrag ist offen für alle Interessierten und ist für die Dharmaklassenteilnehmenden nicht verpflichtend.

2 / Offenes Gewahrsein – weit wie der klare Himmel

„Der intellektuelle Geist ist verglichen mit dem natürlichen Geist ein sehr kleiner Geist. Wenn ihr den Geist frei und offen lasst und nicht intellektuell irgendeine Art von Meditation fabriziert, fühlt sich der Geist viel wohler, sehr weit, sehr offen und Einsicht und Erkenntnis kommen ganz von selbst.“
Gendün Rinpotsche

In allen Traditionen des Buddhismus spielt die Praxis der Meditation eine wesentliche Rolle. Meditation im buddhistischen Zusammenhang bedeutet jedoch nicht, besondere Zustände wie Trance, Ekstase oder Visionserfahrungen zu erzeugen, sondern zielt auf ein direktes Gewahrwerden unserer selbst. Wir haben viele Anspannungen und Ängste im Geist, die alle in unseren tief sitzenden Mustern des Festhaltens und Anhaftens wurzeln. Wenn wir meditieren, üben wir uns darin, alles Anhaften loszulassen, so dass der Geist einen Zustand des Behagens, der Entspannung und Erleichterung findet, in dem sich unsere Verspannungen ganz natürlich auflösen können.

 3 / Herzensgüte, die wie die Sonne alles erwärmt

„Bei allem, was wir tun, sei es gehen, sitzen, essen, arbeiten, schlafen oder was auch immer, müssen wir darauf achten, dass unser Geist niemals von liebender Güte und Mitgefühl getrennt ist.“
Gendün Rinpotsche

In allen buddhistischen Traditionen wird betont, dass die Entwicklung eines gütigen Herzens, einer liebevollen und mitfühlenden Einstellung unabdingbar für die Verwirklichung dauerhaften Glücks und echten Friedens ist. Die letztendliche Ursache all unseres Unglücks ist unsere starke Ichbezogenheit, die im Ungewahrsein wurzelt. Ungewahrsein bedeutet nicht zu wissen, wie wir uns selbst und andere wirklich glücklich machen können. Närrische Menschen, heißt es, suchen immer nur ihr eigenes Glück und ernten in der Folge viel Leid. Weise Menschen hingegen vernichten ihre Ichbezogenheit, indem sie zuerst das Glück der anderen suchen, und werden dadurch immer glücklicher.


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